Metallindustrie
Die Metallindustrie ist eine grobe Zusammenfassung aller Einrichtungen, welche sich mit der Verarbeitung von Metallen beschäftigten. Im Handwerk läuft nichts ohne geeignete Werkzeuge, dies ist nur bei geschulten Handwerkern so, sondern auch bei den zahlreichen Hobbyhandwerkern, die es mittlerweile gibt. Natürlich ist auch die Bearbeitung der verschiedenen Metalle zu nennen. Man spricht hier auch von der Metallverarbeitenden Industrie. In der Metallindustrie werden verschiedene Bereiche benannt. An erster Stelle steht sicherlich die Stahlindustrie. Das ist wiederum ein Zweig der Metallindustrie, der zur so genannten Schwerindustrie gehört und umfasst das Aufgabengebiet der Stahlherstellung.
2003 waren circa 95.000 Beschäftigte in der deutschen Stahlindustrie beschäftigt. Allein in der so genannten Rohstahlproduktion liegt Deutschland auf dem 6. Platz der Weltproduktion.
Ballungzentren der Stahlindustrie in Deutschland sind Werke in Eisenhüttenstadt, im Saarland und natürlich im Ruhrgebiet. Die Gießereiindustrie gehört aus zu der Metallindustrie und hat in den letzten Jahren einen großen Aufschwung zu verzeichnen gehabt. Die Stahl-, Eisen- und Tempergießereien hatten ein Auftragsvolumen von über 4 Millionen Tonnen zu verbuchen. Das resultiert auch aus der ständig steigenden Nachfrage an Gußteilen für die Fahrzeugindustrie. Die Gießereiindustrie zählt zu der Nichtmetallwirtschaft und beschäftigt in Deutschland circa 440.000 Menschen.
Weiterhin wichtig zu erwähnen wäre hierbei, dass in Deutschland die Metallindustrie überwiegend in mittelständischen Unternehmen angesiedelt ist. Allerdings muss man hier mit Thyssen, Krupp oder MAN einige Ausnahmen machen. Rund 716 Millionen Euro Gesamtumsatzsumme konnte die Metallindustrie ab 2003 verzeichnen. Es wird noch eine weitere Untergliederung in der Metallindustrie vorgenommen. Man spricht hier von Kaltziehen, Schmieden oder Gießen von Metallen. Beim Kaltziehen von Metall befindet man sich in einer bestimmten Bearbeitungsstufe der Metallindustrie, genauso wie beim Gießen und Schmieden. Somit wird auch die Herstellung eines großen Sortimentsangebotes aus dem Rohstoff Metall gewährleistet. Die Unternehmen der Metallindustrie sind alle, die tarifgebunden sind, in der der Gesamtmetall, einem Mitgliedsverband der Arbeitgeberverbände der Metallindustrie organisiert. Die IG Metall hingegen ist für die Arbeitnehmer der Metallindustrie zuständig. Die Branchenkonjunktur sieht für die Folgejahre sehr gut aus, wenn man bedenkt, dass im Jahr 2006 circa 12.000 Tonnen Rohstahl in der Metallindustrie produziert worden sind.
